Wohnmobil Reise durch Schweden – Wie ist das Leben im Auto – ohne Klo?

Es geht los – Ben und ich sind auf unserer großen Wohnmobil Reise durch Schweden und Norwegen.

Wir sind in der ersten von insgesamt 6 Wochen on the road. Unterwegs sind wir mit unserem Amarok und einer Wohnkabine von Nordstar.

Begonnen hat unsere Tour in Dänemark. Hier haben wir allerdings nur eine Nacht verbracht. Dann ging es weiter über Malmö nach Gränna, Örebro, Borlänge und nun sind wir in Orsa. Wir fahren von Südschweden bis hoch in den Norden. Von dort aus geht es weiter nach Norwegen. Eigentlich stand Finnland auch auf dem Plan, da das Fahren jedoch mehr Zeit in Anspruch nimmt als geplant und wir ja auch ganz viel sehen wollen, haben wir Finnland weggelassen.



 

Die Gewöhnungsphase

 

Die Wohnkabine ist auf dem Dach, der Hund im Gepäck – Skandinavien wir kommen!:)

Wir leben nun also auf weniger als 6 Quadratmetern, quasi in unserem Auto und das ohne Klo und Dusche. Wie verrückt ist das?:D Für die eingefleischten Camper wahrscheinlich ein Witz, für uns allerdings eine völlig andere Welt. Wir sind vorher noch nie mit einem Camper unterwegs gewesen, deshalb hatten wir keine Ahnung was so eine Tour alles mit sich bringt.

Anfangs sind wir 8 Stunden Auto gefahren, was wirklich sehr geschlaucht hat. Es hat geregnet, alles war nass und ständig fielen wir im Camper übereinander, da alles so eng war :D.

Mittlerweile läuft es echt gut, wir haben uns super eingewöhnt! Außerdem fahren wir täglich nur noch ca. 200 km, damit wir nicht nur im Auto sitzen und mehr von unserer Tour haben. Das ist wesentlich stressfreier und absolut zu empfehlen!:)

 



 

Campingplatz vs. Freistehen

 

In unserer Vorstellung wollten wir, mit unserem Wohnmobil, so oft wie möglich freistehen. Das bedeutet: wir wollten immer dort stehen, wo es schön ist. Am See, im Wald, ganz egal wo, hauptsache draußen in der Natur. Wir wollten so selten wie möglich auf den Campingplatz. Wir wurden in Dänemark und Südschweden dann allerdings doch von diversen „Campen verboten“ Schildern etwas überrascht. Das haben wir uns irgendwie anders vorgestellt. Wir sind nun in Mittelschweden, hier wird es langsam richtig wild und auch das „Freistehen“ mit dem Camper wird immer einfacher.

Jedoch waren wir auch positiv von den Campingplätzen überrascht, die wir in Südschweden „notgedrungen“ dann doch angefahren haben. Das Wlan war bis jetzt oft richtig gut, man kann vernünftig duschen und Wäsche waschen.

Die Campingplätze sind genauso unterschiedlich wie Hotels, mal waren wir in völlig abgeranzten und dann wieder auf einem 5 Sterne Campingplatz. Campingplätze in Schweden und Norwegen kosten ca. 20 – 28 € ohne Strom, Norwegen ist etwas teurer als Schweden und die Duschen müssen in Norwegen immer etxra bezahlt werden. In Schweden war das Duschen oft im Preis inbegriffen.



 

Wie geht es uns nach einer Woche?

 

Ihr kennt das: kurz vor dem Urlaub ist es immer besonders stressig. So war es auch bei uns, weshalb es uns gerade die ersten Tage ziemlich schwer gefallen ist runter zu kommen. Wir mussten unseren Fahrrythmus finden und an das Leben im Camper gewöhnen. Jetzt sind wir noch keine volle Woche unterwegs und trotzdem haben wir uns mittlerweile richtig gut eingelebt. Wir wachen morgens am See, im Wald oder am Strand auf. Wir können völlig unabhängig an den schönsten Orten bleiben und die Zeit genießen. Das ist wirklich eine ganz besondere Reise.

Die fehlende Toilette ist übrigens absolut kein Problem. Überall gibt es Tankstellen, Campingplätze, Cafe´s oder Restaurants. Das ist uns angenehmer als ein Campingklo :D.

 

UPDATE: Woche 2 – von Lappland nach Senja

 

Heute gibt es ein kleines Update! Definitiv war Woche 2 unser Highlight. Wir wurden vom wunderschönen Lappland mit Sonnenschein und vielen Rentieren empfangen. Die Straßen waren super leer und nachts wurde es immer heller! Wir hatten tolle Campingplätze (wir werden noch mal einen extra Artikel über unsere Route + Campingplätze machen) und es gab wunderschöne kleine Seen zum übernachten. Dann ging unsere Reise weiter über Senja bis auf die Lofoten in Norwegen.

In Senja haben wir den einmaligen Mittsommer erlebt und unseren Rhythmus komplett umgestellt. Wir waren nachts wach und haben tagsüber geschlafen. Auch wenn es tagsüber geregnet hat, wurde das Wetter im Norden von Norwegen abends oft besser und so hatten wir in Senja und auf den Lofoten nachts atemberaubendes Licht. Das haben wir ausgekostet bis uns die Augen vor Müdigkeit zugefallen sind.

 

UPDATE: Woche 3 – nie wieder Wohnmobil?

 

Mittlerweile sind wir in der Nähe von Trondheim und das Wetter ist seit ca. 6 Tagen am Stück sehr verregnet. Dem Regen zur Folge hat es, dass wir kaum draußen sein können ohne klitschnass zu werden. Wir sitzen also den ganzen Tag entweder vorne oder hinten im Auto und versuchen uns mit Süßigkeiten und unseren Lieblingsserien bei Laune zu halten. Außerdem versuchen wir voran zu kommen um hoffentlich bei besserem Wetter den schönen Süden von Norwegen erkunden zu können.

Unser Fazit bis jetzt: Den Sommer in Skandinavien haben wir uns leider anders vorgestellt. Wir hatten auf unserer ganzen Reise nur ein paar Tage in Lappland und auf den Lofoten Sonnenschein, ansonsten sind die Temperaturen so um die 7 – 14 °. Das wäre halb so schlimm, wenn es nicht die ganze Zeit regnen würde.

Wir haben glücklicherweise genug Zeit für unsere Tour eingeplant, weshalb Zeitdruck keine Rolle spielt. Im Normalfall geben Urlaubstage jedoch keine wochenlange Wohnmobil Reise her und deshalb sollte man sich vorher ganz genau überlegen, was man gerne möchte. Ich freue mich, all die Erfahrungen machen zu können, um euch so ehrliche Einblicke wie möglich geben zu können, damit ihr euren Urlaub so sinnvoll wie möglich nutzen könnt. Derzeit würde ich jedem, der vielleicht 2 Wochen Sommerurlaub hat, eher empfehlen, sich ein schönes Hotel in der bevorzugten Gegend zu nehmen und mit einem Mietwagen die Gegend zu erkunden.

Für uns ist die Wohnmobil Reise derzeit immer ein kleines bisschen Stress, da es so wetterabhängig ist und es sich jeden Tag ein bisschen so anfühlt wie der erste Urlaubstag. Die Sachen müssen jeden Tag gepackt werden. Dann fährt man ein paar Stunden Auto und am Ende des Tages sucht man eine Weile nach einem schönen Platz zum stehen. Entweder in einem geeignetem Campingplatz oder irgendwo in der Natur.

Wir sind gespannt was die nächsten Tage bringen und halten euch auf dem Laufenden!:)


Bis bald!:).

xx Susann

 

Hi! Ich bin Susann und bereise seit November 2016 die Welt als Full-Time-Reiseblogger. Ich liebe Abenteuer und freue mich all meine Erlebnisse und Erfahrungen mit dir auf ichbinreisen.de zu teilen!:)

13 thoughts on “Wohnmobil Reise durch Schweden – Wie ist das Leben im Auto – ohne Klo?

  1. 5* Campingplatz heißt aber nicht unbedingt besser als ein 2* Platz. Des Öfteren ist bei den nicht so Hochsternigen sogar das Waschen und Duschen umsonst.
    Und denkt dran Euren Hund 120-24h vor Einreise Norwegen unter Aufsicht eines Tierarztes zu entwurmen, Tag und Uhrzeit muss in den Heimtierausweis.
    Wir fahren am kommenden Freitag mit Sprinter und Hund nach Fjordnorwegen ❤️ Habt noch schöne Wochen. Eure Tour sind wir teilweise im Januar gefahren 😬

    Lg Anika

  2. Sehr schön!

    Wir haben nach unserer letzten Schweden-Tour mit ohne Klo und diversen Schlangen Erfahrungen,nein nicht die vor dem Klo, sondern Echten, ein Campingklo gekauft und im Bus eingebaut.
    Seitdem alles tutti und Mitte Juli geht’s los!

    Bin gespannt auf den nächsten Teil!

  3. Hallo Susann,
    ich wünsche euch beiden eine wundervolle Zeit da oben im Norden.
    Beim lesen deines Beitrages wie auch bei den Bildern & Stories von euch beiden auf instagram muss ich gleich wieder an meinen Norwegen Urlaub denken. Ich war mit einem Freund wandern an verschiedenen Orten. Wir haben uns auch für wenige hundert Kilometer zwischen den Zielen entschieden damit es entspannter bleibt 🙂
    Ich freue mich auf weitere Bilder und Geschichten von eurem „Roadtrip“.
    beste Grüße
    Christian

    1. Hi Christian, lieben Dank! Ja weniger fahren ist echt entspannter, sonst sitzt man ja nur im Auto:). Ich freu mich auch schon auf Norwegen, ich war nur einmal im Winter auf den Lofoten, das war schon absolut genial!:) Liebe Grüße!

  4. Wat den wat den, übereinander herfallen kann doch auch schön sein 😉 wünsche euch eine geile Tour. Und genießt auch ein wenig Zeit gemeinsam, dem Ben mal das Handy wegnehmen und die Akkus aus den Kameras, fotografieren und Blogs schreiben ist nicht alles im Leben in dem Sinne viel Spaß.

    Gruß Baltic Man

    1. Haha! Da hast du recht, aber es ist ja unser Job und den lieben wir:). Deshalb merken wir das gar nicht:). Aber wir genießen die Zeit off auf jeden fall auch! Liebe Grüße

  5. Hi,

    schöner Artikel. bin gespannt wie es weitergeht. Und zieht es ab Ende Juli auf eine ähnlich Tour auf die Lofoten. Habt ihr da Campground Empfehlungen? Und wie sieht es dort auf den Plätzen mit Strom aus? Im Netz findet man dazu wenig und der ganze MacBook-Foto-Drohnen Kram muss ja irgendwie aufgeladen werden.

    Viele Grüße und weiterhin eine tolle Reise,
    Andreas

  6. Hi, das mit dem „Camping verboten“ hatte uns damals auch überrascht und ein klein wenig geändert. Wir hatten gelesen, dass man nur außer Sichtweite von Häusern campen darf, etc. Und man möchte ja nichts falsch machen oder die Einheimischen verärgern. Jedoch haben wir gelernt, dass es einen Unterschied zwischen campen und übernachten gibt. Campen = Markise, Stühle, etc raus. Übernachten = im Auto schlafen, aber Auto quasi im Absfahrmodus lassen. Viel Spaß noch und schöne Tage.

  7. Hallo ihr beiden,

    wir können mit euch mitfühlen! Wir waren gerade erst 3 Wochen auf einem Roadtrip durch Schottland und haben nur im Auto geschlafen. Wie für das Land typisch hat es dort auch die meiste Zeit nur geregnet, aber wir waren zum Glück mit Regenfester Kleidung ausgestattet, nur das Trocknen war bei uns auch ein Problem.

    Wir hoffen ihr könnt die Zeit trotzdem genießen. Dank euren Bildern & Berichten dürfen wir ja schön mitreisen 😉

    Viele Grüße
    Christian
    http://www.chriscatunterwegs.de

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