Wanderung Reinebringen – rutschig, steil, gefährlich mit traumhafter Aussicht

Wir haben es geschafft! Durchgeschwitzt und durstig kamen wir um 3 Uhr nachts bei 7 Grad zur Mittsommer Zeit von unserer Wanderung auf den Reinebringen zurück. Was für eine Tour!

Aber wie gefährlich ist die Wanderung zum Reinebringen wirklich?

 



Überall wird man vor der Wanderung zum Reinebringen gewarnt. Der Reinebringen hat nur 440 Höhenmeter, ist jedoch sehr rutschig und steil. Hinzu kommt die Gefahr von herabfallenden Steinen getroffen zu werden, gerade wenn viele Menschen auf dem Weg nach oben sind.

So weit so gut, wir haben jedoch alle eine andere Vorstellung von Gefahr. Wir wollten es ganz genau wissen und haben uns der Wanderung ohne jegliche Vorbereitung oder Erfahrung mit dem Bergsteigen gestellt. Frei nach dem Motto, wenn andere es schaffen, schaffen wir das auch.

 

Wer zuerst oben ist hat gewonnen!

 

Unsere Wanderung startete ca. 23 Uhr vom Parkplatz in Reine. Nun ging es südwärts in Richtung Moskenes und Å an der E10 entlang, links an der Tunnelöffnung vorbei und nach wenigen 100 Metern führten uns die Pfeile auf dem Boden zu dem Anfang des Reinebringen Pfades.

Es ist Juni und die wunderschöne Mitternachtssonne lässt den Himmel nachts in den schönsten Farben erstrahlen. So spät war es außerdem schön leer am Reinebringen, was die Gefahr der herabfallenden Steine schon mal verringerte.



Die ersten paar hundert Meter geht es durch einen Wald, der sehr schlammig ist. Das war verrückt, jedoch auch irgendwie lustig. Hier haben wir uns wie kleine Äffchen mit Hilfe der Bäume neben dem Weg (robuste Birken, gut zu greifen und ohne Äste) hochgehangelt. Es war trocken und hatte auch die Tage vorher nicht geregnet, hier ist es trotzdem immer schlammig, passt also ganz besonders auf, sollte es die Tage vorher geregnet haben.

Es folgten immer schwierigere Passagen wie das Überqueren eines riesigen Felsen. Das war jedoch erst der Anfang. Von nun an wurde es wirklich gefährlich. Es wurde immer steiler und blieb matschig, nun leider ohne helfende Bäume. Man sollte sich darauf gefasst machen, dass beide Hände benutzt werden müssen um sich an Felsen hochzuziehen, währenddessen es hinter einem bergab geht. Man sollte schwindelfrei sein und gutes Schuhwerk haben.

Es gibt immer ein paar Querwege, die neben dem normalen Weg sind. Manchmal sind sie ungefährlicher als der richtige Weg. Manchmal nicht. Wir sind hoch fast immer dem Hauptweg gefolgt, welcher sehr schwierige Passagen hatte.



 

Was für ein Ausblick!

 

Nach ca. 75 Minuten Aufstieg war es geschafft! Die Sonne und das atemberaubende Panorama über Reine erwartete uns. Wow, der Aufstieg hat sich sowas von gelohnt! Glücklich und erschöpft entspannten wir uns erst mal eine Runde und schossen dann voller Freude unsere Bilder.

Nach ca. 2 Stunden ging es dann wieder runter. Runter sind wir eher die weniger ausgetretenen Wege, die teilweise neben dem Hauptweg waren gelaufen und es schien etwas einfacher, wenn auch rutschiger. Wir sind die Hälfte der Strecke auf allen Vieren runtergerutscht, das war einfacher als stehend und irgendwie auch wieder lustig. Beim Abstieg ist es wichtig, jeden Schritt in Ruhe zu machen, es ist so steil, dass man sonst sehr schnell ins rutschen kommt. Unten angekommen waren wir glücklich, zufrieden und erschöpft.



 

Fazit

 

Die Wanderung zum Reinebringen ist machbar, jedoch viel gefährlicher als wir vorher gedacht haben. Seid euch bewusst, dass euch kein normaler Wanderweg erwartet. Es ist wirklich steil, rutschig und auf einigen Passagen muss man über hunderte loser Steine klettern, die leicht wegrollen und durch den Matsch an den Schuhen besonders rutschig sind.

In der Ruhe liegt die Kraft! Uns gab es Sicherheit alles sehr langsam und bedacht zu machen, stellt immer sicher, dass ihr guten Halt habt und achtet auf einander, dann sollte euch auch nichts passieren.



Wart ihr schon mal auf dem Reinebringen? Was waren eure Erfahrungen?:) Hinterlasst uns gerne einen Kommentar!

xx Susann

Hi! Ich bin Susann und bereise seit November 2016 die Welt als Full-Time-Reiseblogger. Ich liebe Abenteuer und freue mich all meine Erlebnisse und Erfahrungen mit dir auf ichbinreisen.de zu teilen!:)

2 thoughts on “Wanderung Reinebringen – rutschig, steil, gefährlich mit traumhafter Aussicht

  1. Hi Susann,
    ich war selbst erst diesen August auf den Lofoten unterwegs (+Norwegen komplett) und natürlich durfte die Reinebringen-Wanderung nicht fehlen. Glücklicherweise war am Tag des Aufstieges das Wetter traumhaft schön, dadurch allerdings der Weg ziemlich staubig und unzählige Wanderer unterwegs. Wodurch die von dir beschriebenen losen Steine echt zum Problem wurden, da öfter welche an unseren Köpfen vorbei ins Tal rauschten.
    Der Ausblick entschädigt aber in der Tat für alle Gefahren des Aufstieges. Daher kann ich jedem nur ans Herz legen dort hinaufzusteigen!
    Gerne kannst du dir ein paar Bilder meiner Reise auf 500px ansehen.
    Deinen Blog finde ich übrigens echt spitze und die Vlog-Reihe auf Youtube ist echt die Beste die Ben jemals gemacht hat :-)…..Vielen Dank dafür!

    Mit freundlichen Grüßen
    Tim

    Ps.: @ Ben: Sag mal Einstellung Digga 😉

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