Dubai Reisebericht – Eine Stadt der Superlative

Hi Leute, ich bin Dustin und heute gibt es meinen Dubai Reisebericht für euch!

Ich war noch nie in Asien… Gut, östlich des Bosporus, aber das entspricht nicht meinem typischen Bild von Asien wenn ich an Asien denke. Auch Dubai gehört für mich rein optisch nicht dazu, aber kulturell war es auf jeden Fall das was ich gesucht habe: Etwas völlig anderes!

Es gibt nur wenige Direktflüge nach Südostasien, also entscheiden wir uns für einen knapp 40-stündigen Zwischenstopp (inkl. Übernachtung im sehr empfehlenswerten Rove Downtown) und ein wenig Sightseeing in der wohl bekanntesten Metropole am Persischen Golf. Mit Gold aus Automaten, Hochhäusern wie in Manhattan und einer fast aufdringlichen Exklusivität, die einem direkt mit der Ankunft am Flughafen ins Gesicht springen will, werden wir in den Emiraten empfangen. Ohne Zweifel sehr beeindruckend und ein echtes Nirvana für Fotografen, aber auch ein wenig befremdlich wenn man sich bewusst macht, wie es nur wenige Kilometer entfernt der Golfküste aussieht und was hier noch vor wenigen Jahren war. Richtig: Nichts!



Ein kleiner Spaziergang in der The Dubai Mall macht sehr schnell deutlich: Hier gibt es ALLES – ein Harrods mitten in der Einöde. Die Eisbahn, das “Aquarium” (bei etwa 8.000.000 Liter Fassungsvermögen schon eine derbe Untertreibung) und die fantastische Promenade direkt am allgegenwärtigen Burj Khalifa sind extrem beeindruckend und lassen nach einer sehr kurzen Nacht im Flugzeug kaum Zeit für Jetlag und Müdigkeit – die ersten Fotospots für die Nacht sind klar! Doch bevor ich mein Stativ auspacke um ein paar Langzeitbelichtungen dieser pompösen Skyline zu schießen, wollen Melanie und ich das “echte” Dubai sehen, das was sich hinter der dekadenten Fassade aus Gold & Mamor befindet und was noch genau so aussieht wie vor einigen Jahrzehnten…

Man muss vorab sagen, nichts in Dubai ist noch genau so wie früher, aber eine Kamelsafari mit anschließendem orientalischen Barbecue in einem Beduinencamp in der Wüste gibt zumindest das Gefühl etwas mehr von der Kultur mitzubekommen, als direkt zwischen den künstlich angelegten Grünanlagen und Wolkenkratzern aus Stahl und Beton. Das Essen ist fantastisch, die Unterhaltung gut und Mona, mein Kamel, hat in etwa soviel Bock auf mich, wie ich auf den Nervenkitzel eines Abwurfs und die mit dem Ausritt verbundenen Rückenschmerzen. Trotz der preislichen Hürde (gebucht über GetYourGuide) irgendwie ein Muss, wenn man schon mal in der Wüste ist und ein durchaus schöner Ausflug, der uns eine persönlichere Seite der Emirate zeigt, als Dubai City.



Aufgrund der begrenzten Zeit vor Ort, beschränke ich die Anzahl der vorgeplanten Fotolocations auf ein Minimum und lasse mich stattdessen weitestgehend von der Stadt inspirieren. Um eines der wenigen Must-Have Bilder der Dubai Marina zu schießen, entschliessen wir uns kurzerhand für eine unerwartet lange Taxifahrt zum Ende der Palm Jumeirah, die unser Safari-Guide lauthals und mitten auf der viel befahrenen Autobahn E611 für uns organisiert. Ein einmaliger Blick auf eine der vermutlich schönsten Skylines der Welt und eine, trotz landestypischer Einschränkung körperlichen Kontakts, romantische Atmosphäre hält uns für über eine Stunde fest… Nach der Rückfahrt noch ein kurzer Spaziergang entlang des Lichtermeers der Dubai Creek und es folgt ein extrem erholsamer und langer Schlaf.



Am nächsten Tag besuchen wir noch kurz den wenig einladenden öffentlichen Strand am Burj Al Arab bevor wir uns aufmachen zum (mit 828m) höchsten Gebäude der Welt. Leider sind auch hier die Erwartungen deutlich höher als das was sich uns von der Aussichtsplattform bietet (sehr eingeschränkte Fotomöglichkeiten und nur etwa 180° Blick auf die Stadt) und so treten wir nach ein paar Schnappschüssen zur ziemlich diesigen goldenen Stunde bereits den Weg Richtung Flughafen an…



 

F A Z I T

 

Dubai bietet viele tolle Möglichkeit für Fotos und Sightseeing. Besonders Nachts kann man quasi von jeder Hotelbar (aus zeitlichen Gründen leider nicht mehr geschafft, aber sehr empfehlenswert ist die Level 43 Sky Lounge oder der 42. Stock vom Shangri-La Hotel) fantastische Motive festhalten und einen unglaublich beeindruckenden Ausblick auf die bunten Lichter der Stadt genießen. Taxifahrten sind verhältnismäßig günstig. Die Stadt ist jedoch größer als man denkt und so kommen, besonders wenn man viele verschiedene Orte sehen möchte, schnell ein paar Dirham zusammen.

In Dubai kann man alles machen und nichts. Bedeutet: Luxus und Exklusivität findet man an jeder Straßenecke, fordern jedoch auch ihren Preis. Kulturelle Highlights findet man hier eher selten. Falls doch, sollte man vorab etwas Zeit mit der Planung verbringen und genau überlegen was man sehen möchte und wo man es findet. Wer keine Städtetrips mag und nur etwas Entspannung sucht ist m.E. mit den Emiraten schlecht bedient. Die öffentlichen Strände sind oft leer, weil sie keine schöne Atmosphäre ausstrahlen und neben den riesigen, nicht frei zugänglichen Hotels einfach nur abstinken.

Mein persönlicher Tipp: Auch wenn man den Eindruck hat den Burj Khalifa unbedingt besuchen zu müssen, sollte man sich den hohen Eintrittspreis (ca. 50€/Person) und den Aufwand lieber sparen. Der Blick von unten oder von einem der zahlreichen Aussichtspunkte rund um die Stadt ist um ein vielfaches beeindruckender als ein Besuch der Aussichtsplattform, die sich auf gerade einmal der Hälfte(!) der Gesamthöhe befindet und gespickt ist mit extrem überteuerten Gimmicks und Devotionalien. Insgesamt hat uns die Stadt für die Kürze der Zeit sehr gut gefallen und wir haben viele eindrucksvolle Dinge gesehen. Einen längeren Aufenthalt als 2-3 Tage würde ich jedoch nicht empfehlen, da die preiswerten Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind und das Leben hier tagsüber und außerhalb der Hotelanlagen nur sehr eingeschränkt stattfindet.

 

I N F O S  &  L I N K S

 

  • Soundtrack zum Trip: Mahmut Orhan feat. Sena Sener – Feel
  • Fluggesellschaft: Emirates (sehr bequeme Sitze mit viel Platz, cooles Entertainment-System, leckeres Essen, freundliches Personal, pünktlich)
  • Hotel(s): Rove Downtown (sehr modern, sehr gepflegt, schnelles WiFi, tolles Frühstück)
  • Burj Khalifa: At the Top (nicht empfehlenswert, falls doch: idealerweise 10-14 Tage vorher bestellen)
  • Wüsten- bzw. Kamel-Safari: Get Your Guide (etwas teuer, dafür aber leckeres und reichhaltiges Barbecue mit netten Guides und interessantem Unterhaltungsprogramm zum Sonnenuntergang, ein Muss wenn man schon mal in der Wüste ist)

Weitere Fotos, Videos und Stories findest Du unter:



Ich hoffe mein Dubai Reisebericht hat dir gefallen! Warst Du auch schon einmal in Dubai? Wie waren deine Eindrücke?:) Schreib‘ uns deine Meinung in die Kommentare!

LG

Dustin

Hi, ich bin Dustin! Seit ich vor einigen Jahren meine Liebe zur Fotografie entdeckt habe, sehe ich die Welt mit anderen Augen. Ich liebe die Natur und bin so oft es geht draußen, immer auf der Jagd nach dem nächsten spektakulären Ort und Foto…
Einen Teil meiner bisherigen Abenteuer und Bilder findest du hier auf ICHBINREISEN.de – Ich freue mich auf dein Feedback!

2 thoughts on “Dubai Reisebericht – Eine Stadt der Superlative

  1. Hi Dustin, wirklich super schöne Fotos! Wir waren gerade 9 Tage in Dubai. Die Stadt ist der Wahnsinn. Wir waren jeden Tag unterwegs und hätten noch mehr Zeit gebraucht um alles zu sehen, alleine in der Marina waren wir 2 Abende um die besten Fotos für meinen Blog Bericht zu machen. Wie du schon schreibst, Dubai ist ein Nirvana für Foto-Verrückte 🙂

    1. Hey Svemirka! Vielen Dank für deine Anmerkung. Ja, Dubai ist schon etwas besonderes und man entdeckt jeden Tag neue Perspektivne für viele schöne Orte der Stadt! Ich hoffe, Du hattest mindestens genau so viel Spaß wie wir…

      LG

      Dustin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*